Taetigkeitsbericht 1999

Wir sind gottlob heil ins Jahr 2000 gewechselt und der Alltag hat uns wieder. Als Schützenkompanie wollen wir aber trotzdem erst heute mit der Jahreshauptversammlung das Arbeitsjahr 1999 offiziell abschließen.

Ein geraffter Rückblick auf die wichtigsten Stationen wird die Erinnerung auffrischen, schöne, vielleicht auch den einen oder anderen unangenehmen Gedanken bewirken.

Den ersten Schritt ins Jahr 1999 bildete die Neuwahl der Kommandantschaft. Ich bin überzeugt, dass jeder einzelne nach bestem Wissen und mit Idealismus seiner Verantwortung nachkommt. Ich hoffe auch, dass ihr euch alle durch sie gut vertreten fühlt.

Traditionsgemäß läutete die Sebastianfeier in St. Lorenzen das Kirchenjahr für uns ein. Für einige aus dieser Runde ist der Auftritt zusammen mit den Kameraden der Michelsburger Schützenkompanie ein Stück lebendige Geschichte, zumal sie dort ihre eigentlichen Wurzeln haben. Bei dieser Gelegenheit möchte ich die guten Beziehungen lobend hervorheben, zu deren Erhalt beide Seiten ihren Beitrag leisten.

Seit Jahren pflegen wir regelmäßige Kontakte zur Bürgerwehr in Trochtelfingen. Eine Abordnung hatte uns bei der letzten Jahreshauptversammlung durch ihre Anwesenheit beehrt. Ende Januar lud ihr Ausschuß zur Geburtstagsfeier ihres Hauptmannes. Markus, Hanskarl, Ulrich und Hermann wagten die Reise.

Am 21. Februar verlieh die Kompanie geschlossen in Tracht der Andreas Hofer Gedenkfeier einen würdigen Rahmen. Bei einem kleinen Umtrunk kam man mit dem einen oder anderen in lockerer Atmosphäre ins Gespräch. Im Februar stand neben der Jahreshauptversammlung in Onach auch die Bezirksversammlung in St. Lorenzen an. Seither steht Josef Trebo dem Bezirk als Kommandant vor. Die Funktion der Marketenderinnenbetreuerin des Bezirks übernahm Pauline Leimegger. Auch bei der letzten Bezirksjahreshauptversammlung in Pichl Gsies waren unsere Vertreter anwesend.

Anfang März wurde Ingo Sagmeister, der junge Kamerad der Olanger Schützenkompanie durch einen tragischen Verkehrsunfall aus dem Leben gerissen. Neben der Heimatkompanie drückten wir in der Reihe von 15 Pusterer Fahnenabordnungen Betroffenheit und Anteilnahme aus.

Im März gab es im Schießstand von St. Lorenzen mit dem Dorfschießen den Auftakt zur neuen Saison. Neben der sehr regen Beteiligung, vielleicht gerade deswegen, stand die Georg Leimegger Kompanie mehrfach im Rampenlicht. Es sind immer wieder dieselben Namen: Hermann, Hanskarl, Bernd, Markus, auch Kuno. Nicht minder erfolgreich unsere Damen Margit, Monika L., Pauline , Barbara, Evi.

Gleich mehrere Male schlug das Schicksal im Frühling hart zu. Von zwei Kameraden der Schützenkompanie Gais mussten wir für immer Abschied nehmen, einer davon, Günther Unterweger war noch so jung. Am 10. April erwies eine Abordnung von uns, diesmal wieder in Olang dem Kameraden Kofler Karl die letzte Ehre. Tags darauf folgten einige der Einladung zum 40jährigen Jubiläum der Schützenkompanie „Peter Sigmayr“.

Wie so oft vertraten Hermann, Markus und Hanskarl auch bei der Bundesgeneralversammlung in Bozen unseren Namen.

Weit geselliger ging es am 8. Mai bei der Hochzeit zweiten Fähnrichs Johann Hofer mit der Marketenderin Maria Gatterer zu.

Nach dem Motto, wer rastet, der rostet und den unmittelbar Auftritt in Trochtelfingen vor Augen, folgten Ende Mai fast alle der Aufforderung zur ersten Marschprobe des Jahres. Am 29. Mai frühmorgens starteten 23 Schützen und 22 Musikanten der Bauernkapelle mit dem Bus Richtung Deutschland. Das zweitägige Programm war abwechslungsreich und unterhaltsam. Insgesamt ein gelungenes Beispiel für Kameradschaft über Grenzen hinweg, ebenso wertvoll das gemeinsame Auftreten von Schützen und Musikkapelle.

Fronleichnam und Herz- Jesu Sonntag sind wichtige Meilensteine im Kirchenjahr. Beidesmal meinte es der Wettergott gut ließ die Prozession zu einem lebenden Glaubensbekenntnis werden.

Weitere Etappen im Juni waren das Kaiserjägerschießen am Bergisel bei Innsbruck, tags darauf das 6. Landeschützenfest in Schlanders. Dort feierte man zugleich das 40jährige Bestehen der Schützenkompanie Schlanders, Göflan und Kortsch. Parallel dazu beging die Michelsburger Schützenkompanie denselben Geburtstag.

Am 18. Juli begaben sich unsere Schützen nach Pfalzen, auch dort feierte man den 40sten. Eine Woche später trat die Kompanie wieder in Onach zur Jakobi Prozession an. Das anschließend von der Bauernkapelle ausgerichtete Fest bietet vielen Leuten im Dorf den passenden Rahmen für einen Ausflug ins Dorf.

An der Bezirksversammlung im August nahmen nahezu alle Pustertaler Kompanien teil. Bei dieser Gelegenheit wurde eine interessante Neuerscheinung auf dem Buchmarkt, das Fahnenbuch, vorgestellt.

Mitte August trat die Kompanie wieder vollzählig zur Maria Himmelfahrt Prozession im Dorf an. Grund zum Feiern hatte Ende des Monats die Schützenkompanie von Terenten. Fahnenweihe und Angelobung von 12 Schützen lockten zahlreiche Leute aus Nah und Fern dorthin.

Im September standen wiederum drei Termine auf dem Kalender. P. Friedrich hielt die Hl. Messe in der Sebastianskapelle am Kronplatz. Am selben Tag begab sich eine zweite Abordnung nach Innichen zur Einweihung der so genannten Pflegesäule. Schließlich rückte die Kompanie am 19. des Monats zur Heldengedenkfeier im Klosterwald aus. Wegen der schlechten Wetterverhältnisse wich man in die Kirch aus. Übrigens sei ihnen, soweit man sich zurückerinnern könne, der Wettergott erst zweimal so schlecht gesinnt gewesen.

Den Monat Oktober läutete der Auftritt in Montal anlässlich der Rosari Prozession ein. Einige aus unseren Reihen nahmen an der Schützenwallfahrt nach Absam am 10. Oktober teil. Auch unser Kamerad Siegfried Steger fand sich dort ein.

Eine Woche später beging man hierzulande das Ernte Dank Fest. In Onach gehört die Prozession als ganz wesentlicher Bestandteil dazu.

Zwei profane Veranstaltungen hielten unsere Männer und Frauen in den letzten Tagen des Oktobers auf Trab. Zum einen die Vorbereitungen für den Stegener Markt in Zusammenarbeit mit der Anton Steger Kompanie. Unsere Leute waren unterwegs als Monteur und Installateur, Kellner und Laufbursche, vom Discjockey bis zum Mädchen für alles. Auch wenn sich die Ausbeute in Grenzen hielt, muss man das zuvorkommende Verhalten der Brunecker Kameraden loben. Neben dem Stegener Markt ging in St. Lorenzen das Bezirkschießen über die Bühne. Bei schwacher Teilnehmerzahl aus unseren Reihen können sich die Platzierungen trotzdem sehen lassen. Unter anderem erreichte Obltn. Hanskarl die erforderliche Ringzahl für die grüne Schützenschnur.

Am 1. November nahmen neben der zahlreichen Bevölkerung einige Schützen in Tracht an der Gedenkfeier hier im Dorf teil, daran anschließen noch an der Heldengedenkfeier am Soldaten Friedhof in Bruneck.

Anlässlich des Hauptleutetreffens in Anrass – Osttirol konnten die Anwesenden Einblick nehmen in das schon einmal erwähnte Fahnenbuch.

Für einige aus dieser Runde klang der November im Rahmen des Schützenballs in Olang gesellig aus. Ein letzter wichtiger Termin im Jahreskreis ist die Heldengedenkfeier in St. Pauls. Dass der Nordtirol Landeshauptmann Wendelin Weingartner die Gedenkrede hielt, darf man bestimmt als Ehre empfinden.

Ich bin mir bewusst, dass in diesem Rückblick bei weitem nicht jeder Einsatz Erwähnung fand. Darum will ich zusammenfassend noch einmal jedem Einzelnen für seinen Beitrag, die Mitarbeit und Mühe von Herzen danken.

Schriftführerin

Monika Gatterer