Taetigkeitsbericht 1998

Im Rahmen dieser Jahreshauptversammlung wollen wir in gewohnter Weise Rückschau halten auf die verschiedenen Aktivitäten des vergangenen Jahres.

Beim Hinweis, dass dies heute unsere 10. Jahreshauptversammlung darstellt, wird dem einen oder anderen erneut bewusst, wie rasch die Zeit vergeht. Die Georg Leimegger Kompanie hat, wenn man in Gedanken zurückblättert, die Jahre ausgefüllt mit verschiedensten Initiativen, welche allgemeine Anerkennung und Wertschätzung einbrachten. Zwangsläufig ist jeder Verein dem Wandel der Zeit unterworfen, wird nach neuen Herausforderungen suchen und die Tätigkeit danach ausrichten.

Schwerpunkte, sozusagen Meilensteine unseres Engagements bildeten auch im vergangenen Jahr die Mitgestaltung bzw. Umrahmung kirchlicher Festtage. Den Einstieg bildete die Einladung der Michelsburger Schützenkompanie zur Sebastiansprozession am 25. Januar. Im Gegenzug erfreuen uns die Kameraden aus St. Lorenzen mit ihrer Anwesenheit in unserer Runde, auch heute und natürlich beim Andreas Hofer Gedenktag im Februar.

Im Frühjahr (21. März und 9. April) wurden wir zweimal mit Tod und Abschied konfrontiert. Eine Abordnung aus Onach schloß sich den zahlreichen pustertaler Fahnenabordnungen an, als ein Schützenkamerad aus Olang beerdigt wurde. Kurze Zeit später erwies man dem jungen Kameraden Christian Hopfgartner in Uttenheim die letzte Ehre.

Im Mai (24.) stellten 3 Mann eine Fahnenabordnung bei der Erstkommunion unseres Jungschützen Georg Leimegger. Im Verlauf des Sommers reihen sich mehrere Festtage aneinander. Fronleichnam (16. Juni) und Herz- Jesu Sonntag (21. Juni) sind im Bewusstsein der Kirchengemeinde tief verwurzelt und werden als hohe Feiertage entsprechend würdig begangen. Über 30 Schützen in Tracht, u.a. Fahnen- und Statuenträger machen deutlich, dass man es als Ehre empfindet, Festtage aktiv mitzugestalten.

Es hat sich im Verlauf der Zeit eingebürgert, dass eine Abordnung unserer Kompanie an der Margarethe Prozession in Montal teilnimmt (19. Juli) und im Oktober noch einmal an der Rosari Feier, welche letztes Jahr wegen schlechter Witterung sozusagen ins Wasser fiel. Am selben Tag fuhren unser Obltn. Hanskarl, der Faltn. Hermann und Major Sepp Trebo mit 35 weiteren Schützen aus dem Pustertal zur Einweihung der Dornenkrone nach Telfs. Dort war natürlich auch unser Kamerad und Ehrenmitglied Siegfried Steger anwesen.

Es folgten im Heimatdorf die Jakobi Prozession (26. Juli) und Hoch unser Frauentag. Beidesmal meinte es der Wettergott gut mit der versammelten Gemeinde und ermöglichte eine feierliche Prozession. Tragender Pfeiler dieser Festtage ist alle Jahre wieder unser Herr Pfarrer P. Friedrich Lindenthaler, der mit großem persönlichen Einsatz solche Tage zu unterstreichen weiß.

Am 20. September marschierten drei Marketenderinnen und 16 Schützen aus Onach neben der Kompanie St. Lorenzen, mehreren Fahnenabordnungen des Pustertales sowie Standschützen und Frontkämpfern nach Klosterwald zur Heldengedenkfeier.

Ein fünftes Mal zog die Pfarrgemeinde anlässlich des Erntedankfestes am 18. Oktober durch die Fluren. Offenbar weil es so schön farbenprächtig ist, werden die Prozessionen leider immer mehr zum Schauplatz für Zaungäste.

Der Monat November stand auch für die Schützen im Zeichen des Totengedenkens. Am Allerheiligentag in Onach, am 8. des Monats beim Bittgang und der Gedenkfeier am Schloßkreuz in Sand in Taufers.

Einen zweiten wichtigen Teilbereich unserer Tätigkeit bilden gesellschaftliche Veranstaltungen. In der heiteren und fröhlichen Atmosphäre eines Schützenballs oder Schützenfestes trifft man sich immer gerne mit Gleichgesinnten. Gelegenheit dazu gab es beim Schützenball in St. Andrä zu Jahresbeginn (3. Januar) und im (14. November) in Olang. Für viele noch ansprechender war offensichtlich das Schützenfest in Lüsen am 17. Juli. Zu erwähnen bleibt das Alpenregionstreffen Ende August in Meran.

Kultureller Schwerpunkt war in unserem Bezirk, aber auch landesweit das Gedenken an den heimischen Künstler, Maler und Architekten Michael Pacher. Das umfangreiche Programm umfasste unter anderen eine große Ausstellung in Neustift. Der Südtiroler Schützenbund übernahm den gesamten Aufsichtsdienst dafür. Während der öffentlich zugänglichen Präsentation vom 26. Juli bis 31. Oktober waren fünfmal Leute aus unserer Kompanie in dieser Sache tätig. Ihr Dienst wurde mit der Verleihung einer Gedenkmedaille honoriert.

Der 10. Oktober stand ganz im Zeichen der feierlichen- geselligen Hochzeitsfeier unseres Hauptmanns Markus Leimegger mit der Marketenderin Margit Agreiter.

In die Sparte gesellschaftlicher Ereignisse gehört natürlich auch das Dorfrodelrennen. Die Bauernkapelle hat uns die Abwicklung überlassen und wir können uns über die gelungene Prämiere freuen. Die Mühe der Vorbereitung und reibungslosen Abwicklung hat sich gelohnt. Übrigens stecken wir gerade jetzt mitten in der Organisation des heurigen Rodelrennens. Petrus hat, so wie es Pepi Tischler in einer seiner Karikaturen darstellt, eine Schneekanone investiert.

Für Hanskarl, Monika, Hanspeter, Hermann und dessen Eltern begann am 23. April eine Lehrfahrt nach Prag. Vier Tage später kehrte die Gesellschaft (40 Schützen und Gönner) wohlbehalten nach Hause zurück.

Seit ihrem Ursprung vertraglich festgehalten im „Landlibell“ hat das Schützenwesen Auseinandersetzungen, selbst Zerreisung und Annexion überdauert. Der Verlauf der Geschichte hat bewirkt, dass die Schützen zwar räumlich auseinanderdividiert in Nord, Süd und Welsch, die gleichen Ideen bzw. Ideale und Grundsätze vertreten. Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl über Grenzen hinweg zeichnet das Schützenwesen aus. Es ist im Interesse aller Kompanien, sich nicht im Alleingang weiterzuentwickeln, sondern den Rückhalt des Schützenwesens insgesamt hinter sich zu wissen. Erfahrungsaustausch und Koordination von Initiativen sind darum unerlässlich. Deshalb stehen im Verlauf eines Jahres eine Reihe von Treffen namens „Versammlung“ an.

In kleinem Rahmen die Ausschusssitzungen und Jahrshauptversammlung, auf größerer Ebene waren es drei Bezirksversammlungen (18.1., 2.5., 6.11.) und auf höchster Ebene die Bundesgeneralversammlung in Bozen (1.3.).dazu kamen noch Treffen für Teilbereiche wie Schießbetreuer (2mal) oder das Jugendforum, heuer in Gais.

Anlässlich „40 Jahre Südtiroler Schützenbund“ lud man zum Umzug und anschließender Festveranstaltung nach Meran. Auch die Kommandantschaft der Georg Leimegger Kompanie verfolgte dort die musikalische Uraufführung „Wir Tiroler Schützen“ durch die Musikkapelle Walten in Passeier genauso den Film „Tiroler Schützen“.

Für die meisten von uns beschränkt sich die persönliche Fortbildung auf die Marschproben. Hermann L. nahm weiters an einem Exerzierkurs für Hauptleute, Fähnriche und Offiziere teil. Nach gründlicher Vorbereitung wurde am 25. Juli in Innichen gemeinsam mit der Schützenkapelle Pichl der große Zapfenstreich durchgeführt. Obltn. Hanskarl und Faltn. Hermann waren bei der Ehrenformation mit dabei.

In einer kurzen Zusammenfassung will ich nun auf die wichtigsten Etappen im Schießwesen des vergangenen Jahres eingehen.

Dazu gehören: 1. das Rundenschießen, ausgetragen im Rahmen von fünf Einheiten (Januar, Februar) in Bruneck, Pichl, Weitental, Mühlwald und St. Lorenzen. Die Onacher Mannschaft belegte unterm Strich Rang 11.

2. Am Dorfschießen in St. Lorenzen beteiligten sich 11 Schützen der Georg Leimegger Kompanie, davon fünf Damen. Die Erfolge können sich sehen lassen. Barbara Agreiter 2., Bernhard Agreiter3., Margit Leimegger 5., Pauline 6., Hanskarl 29. Rang in der Schützenklasse. Wesentlich zum guten Mannschaftsergebnis, nämlich den 9. Rang, trug unser Experte Hermann mit dem Sieg in seiner Kategorie bei.

Das Landesschießen erstreckte sich über die Monate Mai, Juni. Im Verlauf dessen erreichte Bernd Winkler die grüne Schützenschnur.

Zum Kaiserjägerschießen am Bergisel fuhr eine 3 Mann starke Mannschaft.

Den Abschluss bildete wie gewohnt das Ernteschießen in St. Lorenzen im September/ Oktober. Hanskarl, Kuno, Markus Nagler, Arnold, Anton und Hermann leisteten dabei Dienst. Unbesiegbar war wieder einmal Hermann, aber auch die anderen schlugen sich tapfer.

Der Georg Leimegger Kompanie war es auch im Jahr 1998 ein Anliegen, mit einer besonderen Initiative ein bleibendes Zeichen zu setzen. Diesmal hat man die Gedenktafel im Friedhof ins Auge gefasst und den vom Zahn der Zeit gezeichneten Schriftzug fachmännisch erneuern lassen. Bei der Instandsetzung des Prozessionsweges legten die Schützen dann persönlich Hand an. Großzügig unterstützt hat uns dabei Peter Oberpertinger, welcher seinen Bagger zur Verfügung stellte und den Fahrer, seinen Sohn Leander, gleich mitschickte. Dankeschön!

Ich bin mir bewusst, dass in diese Rückblick der persönliche Einsatz viel zu wenig hervorgehoben wurde oder vielleicht gar nicht erwähnt wurde. Darum fasse ich die Meinung des Ausschusses mit wenigen Worten noch einmal zusammen; Danke für eure Mitarbeit im Jahr 1998!

 Schriftführerin

Monika Gatterer