Taetigkeitsbericht 1995

Traditionsgemäß geht für die Schützenkompanie Onach mit dem Andreas Hofer Tag ein Arbeitsjahr zu Ende. Es ist Anlass, auf die Tätigkeit der jüngeren Vergangenheit zurückzublicken, zugleich Gelegenheit, die Zukunft zu planen. Auch wenn wir mit unserem öffentlichen Bekenntnis zu Heimat und Brauchtum nicht die Welt bewegen, so verleihen wir doch den zahlreichen weltlichen und kirchlichen Veranstaltungen einen besonderen Akzent.

Kameradschaft gilt in unserer Kompanie als hoher Wert. Die regelmäßige Teilnahme an den Veranstaltungen in St. Lorenzen, sprich Sebastianprozession und Klosterwald, empfinden wir längst als Selbstverständlichkeit. Im Gegenzug erfreuen uns die Kameraden aus St. Lorenzen mit ihrer Anwesenheit bei uns im Dorf, auch heute. Lobend erinnern wir uns an die starke Abordnung im vergangenen Februar.

Mit Tod und Abschied wurden wir im ersten Halbjahr besonders oft konfrontiert. Zu Jahresbeginn erreichte uns die furchtbare Nachricht vom frühen Tod der jungen Marketenderin Petra Pöder. Schon bald danach nahm man Abschied von Frau Guggenberger, Mutter des Walter und der Pauline. Auch dem Kameraden Lauton Josef, dem Fähnrich Vinzenz aus Uttenheim und dem Bundeshornisten von Tessenbach bei Sillian erwiesen einige Onacher Schützen in Tracht die letzte Ehre. Einige Zeit später noch dem Sebastian Oberfrank, Bataillonskommandant in Luttach.

Besonders betroffen machte natürlich auch der frühe Abschied des Obmannes der Bauernkapelle, Adolf Huber. Wir werden auch ihn in ehrender Erinnerung bewahren.

Erfahrungsaustausch, Koordination von Initiativen und Planung von Veranstaltungen stehen oftmals als Tagesordnungspunkte bei Versammlungen an. Zusammenarbeit ist absolut notwendig, dessen sind wir uns alle bewusst. auch weiß jeder, dass sie kein Zuckerschlecken sind. Gerade deshalb gebührt jenen aus dieser Runde besondere Wertschätzung, die solchen Verpflichtungen nachkommen. Es sind im Laufe eines Jahres gar einige im ganzen Land verstreut. Hauptleutesitzung, Bezirksversammlung, Bezirksjahreshauptversammlung und Bundesgeneralversammlung.

Im Mai fand sich auf unserem Terminkalender neben dem Vermerk zum Schützenkirchtag in Bruneck auch die Hochzeit von Arnold Gatterer mit Eleonora Castlunger. Eine Abordnung in Tracht verlieh dem Fest eine besondere Note. Schließlich noch die Schützenwallfahrt nach Toblach. Sepp Trebo fand dafür Zeit.

Der Begriff Trochtelfingen steht für Gastfreundschaft, Kameradschaft, Geselligkeit. Genauso angenehm wie in den vielen Malen zuvor erlebte die drei Mann Abordnung die Reise ins Schwabenland im vergangenen Juni.

An Fronleichnam und Herz- Jesu Sonntag ist traditionsgemäß das ganze Dorf auf den Beinen. Selbstverständlich ist es auch uns eine Ehre, diese Festtage aktiv mitzugestalten.

Im Juli galt ein Tag besonders den Jungschützen. Einsatz und Können von Andreas Trebo wurden mit dem Leistungsabzeichen in Gold honoriert, Georg Leimegger und zwei Jungmarketenderinnen erhielten dasselbe in Silber. Wir freuen uns, dass die Jungschützen mit soviel Engagement dabei sind, sie werden schließlich die Zukunft gestalten. Darum ist konsequente Jugendarbeit auch so wichtig.

Das Bezirksfest in Olang war aus unserer Sicht von den Damen beherrscht.

Ehrendes Gedenken der Gefallenen bleibt wichtiger Grundsatz jedes Schützen. Anlass war die Einweihung eines Gefallenengedenkmals am Col di lana. Auch dort fehlte die Georg Leimegger nicht.

Im Verlauf des Sommers standen der Kirchtag im Dorf und Hoch unser Frauentag als wichtigste Ausrücktermine auf dem Programm. An solchen Tagen kommt das rege Vereinsleben im Dorf besonders zur Geltung. Jeder weiß aber auch, dass besonders unser Herr Pfarrer, P. Friedrich der tragende Pfeiler aller kirchlichen Veranstaltungen ist und mit viel persönlichem Einsatz solche Tage zum Erlebnis werden lässt.

Die Einladung der Bauernkapelle, mit ihr zum Musiktreffen nach Cortina zu kommen, haben wir alle gerne angenommen.

Bereits seit Jahren sind wir Gäste der Anton Steger Kompanie bei der alljährlichen Bergmesse am Brunecker Hausberg.

Beinahe zum Debakel wäre allerdings das Freundschaftstreffen mit der Ehrenkompanie St. Andrä auf der Astner Alm geworden.

Der Erdäpfelkirchtag in Hörschwang verspricht stets Gemütlichkeit. Onacher lieben die Geselligkeit und so findet man sich gerne in Tracht dort ein.

Vergangenen Herbst schlossen sich die Zweige des Schützenbundes zum gesamttiroler Schützenbund zusammen. Die Festlichkeit fand in Innsbruck statt. Neben unseren Vertretern war auch Ehrenmitglied Siegfried Steger vor Ort.

Auch in den Nachbarorten schätzt man unsere Schützen. Demnach folgten wir natürlich der Einladung zum Kirchtag in Montal.

Ein zweites Mal zur Hochzeit geladen wurden wir Ende September. Christoph und Bernadette gaben sich das Jawort und uns war es eine Freude dabei zu sein.

Im Oktober feierte man hierzulande wie gewohnt das Erntedank Fest. Jedes Jahr neu erlebt die Dorfgemeinschaft die Früchte guter Zusammenarbeit. Sehr viele aus dem Dorf tragen aktiv zum Gelingen des Festes bei. Das motiviert!

Der Monat November war vor allem geprägt von Heldengedenkfeiern im eigenen Dorf, auf dem Soldatenfriedhof in Bruneck und an der Naßwand. Weiters gedachte man des Freiheitskämpfers Franz Höfler in Lana.

Um ganz anderes ging es beim Bezirksschießen. Mit von der Partie waren einige auch von uns. Unterm Strich reichte es diesmal für den durchaus akzeptablen 6. Rang in der Mannschaftswertung.

Die Kompanie Pichl / Gsies feierte letztes Jahr ihr 25 jähriges Bestandsjubiläum. Wie bei so vielen anderen Veranstaltungen im Verlauf des Jahres 1995 vertraten uns Sepp und Linda. Bei der Gedenkfeier in St. Pauls gesellte sich Bernd dazu.

Wenn wir in diesen Zeilen das abgelaufene Jahr aus dem Blickwinkel des Schützenwesens Revue passieren ließen, weckt das gewiß viele schöne, doch auch manch bedrückende Erinnerung. So soll es auch sein. Mit mehr als vierzig Auftritten in kleinerem oder größeren Rahmen kann Schützesein nicht reine Nebensache sein. Es fordert persönlichen Einsatz, gewiß auch manchmal Verzicht. Möge auch in Zukunft in unserem Tun die tiefgründige Überzeugung jedes Schützen zum Ausdruck kommen.

Schriftführerin

Monika Gatterer