Taetigkeitsbericht 1994

Ein Rückblick auf die Tätigkeit im abgelaufenen Jahr macht deutlich, dass für Schützen das ganze Jahr über Saison ist.

Den Einstieg ins Kalenderjahr bildete wie gewohnt die Sebastianprozession in St. Lorenzen.

Eine gesamttiroler Initiative war das Schützenschirennen auf dem Speikboden Ende Jänner. In dieser Disziplin durften unsere Leute natürlich nicht fehlen.

Das ehrende Gedenken aller Gefallenen bleibt wichtiger Grundsatz jedes Schützen. Bei der Heldengedenkfeier am Andreas Hofer Tag mögen unsere Erinnerungen besonders auch dem Emil Hofer gegolten haben, der uns genauso wie Sebastian Rungger als geschätzter Freund und Kamerad unvergessen bleiben wird.

An unserer Jahreshauptversammlung schlossen sich im März und April die Bezirkshauptversammlung in St. Lorenzen und die Bundesgeneralversammlung in Neumarkt an. Versammlungen sind gewiss nicht unsere Stärke und klingen für manch einen schwer verdaulich. Trotzdem sind sie Gelegenheit zur gemeinsamen Planung und Aussprache. Eine Abordnung der Georg Leimegger Kompanie war darum an beiden Stellen auch vertreten.

Viel angenehmer klingt da schon das Wort Schützenkirchtag in den Ohren. Einen solchen haben wir nicht eingeführt. Deshalb gesellten sich einige von uns gerne zu den Kameraden der Anton Steger Kompanie in Bruneck, als diese im Mai ihren Kirchtag begingen. Eine Fahnenabordnung verlieh auch dem Feuerwehrfest in Montal eine besondere Note.

Zu den kirchlichen Höhepunkten im Jahreskreis gehört zweifellos die Fronleichnamsfeier und Prozession in unserem Dorf. An dieser Stelle gebührt unserem Herrn Pfarrer besonderes Lob und Anerkennung. Natürlich gilt das auch für die anderen Festtage, wie sei der Reihe nach anfallen. Die gute Zusammenarbeit zwischen den Vereinen und Organisationen im Dorf kommt an solchen Tagen besonders zum Ausdruck. Deshalb wird sie uns auch in Zukunft sehr am Herzen liegen und wichtig sein.

An jener Prozession im Juni nahmen auch unsere Kameraden aus Trochtelfingen teil, die damit einen Besuch bei uns verbanden. Wir schätzen diese sehr und sind dankbar, dass Sepp Trebo den Kontakt zu ihnen wach hält.

Sieben Fahnen- und Schützenabordnungen gaben neben der Georg Leimegger Kompanie dem Wastl das letzte Geleit. Die Feier brachte zum Ausdruck, wieviel dem Wastl das Schützesein bedeutet hat. Als guten Kameraden werden wir ihn nicht vergessen.

Kirchliche Feste und Feierlichkeiten sind Meilensteine im Kalender der Schützen. Daneben haben auch weltliche Veranstaltungen ihre Berechtigung. Mit dem geselligen, fröhlichen Charakter wirken sie völkerverbindend. Über Grenzen hinweg zusammenarbeiten, ein uralter Wunsch, zugleich höchst aktuell.

Ganz in diesem Sinne war dann auch das Alpenregionstreffen und natürlich auch das fünfte Landesfest des Südtiroler Schützenbundes. Beide Veranstaltungen werden viele von uns noch lange in Erinnerung haben.

Im Verlauf des Sommers standen der Kirchtag in Onach und Maria Himmelfahrt als wichtigste Ausrücktermine auf dem Programm. Eine Abordnung in Tracht repräsentierte die Kompanie bei der Einweihung einer Kaiserjägerdenkmalstätte in St. Peter im Ahrntal. Genauso war es bei der Jubiläumsfeier in Mühlwald (150 Jahre Schützen) und 10 Jahre Sebastiankapelle am Kronplatz.

An den Ort, wo die erste Gedanken zur Wiedergründung der Schützenkompanie geboren wurden und auch bald konkrete Formen annahmen, kehrten einige im September zurück; nämlich auf die Astner Alm. Dort verbrachten sie mit der Ehrenkompanie St. Andrä einen geselligen Nachmittag.

Bei der Bezirksversammlung in St. Lorenzen hatten wir mit Leutnant Sepp Trebo einen engagierten Interessenvertreter. Rückblickend besonders hervorzuheben bleibt mir der Hörschwanger Erdäpfelkirchtag.

Mittelpunkt des Geschehens war natürlich die in neuem Glanz erstrahlende Kapelle. Es darf uns freuen, zum Erhalt eines so wunderbaren Juwels in unserer engsten Heimat beigetragen zu haben.

Schützenabordnungen aus dem ganzen Pustertal und darüber hinaus fanden sich zur Heldengedenkfeier beim Kriegerdenkmal im Klosterwald ein und gedachten der Gefallenen aller Kriege und Nationen am 18. September.

Anlässlich der Jungschützenfahnenweihe in St. Johann trafen unsere Vertreter viele Gleichgesinnte aus dem Ahrntal. Beim Bezirksschießen in Sexten erwiesen sich unsere Damen Linda und Pauline als das stärkere Geschlecht. Mit einem Schuß ins Schwarze rettete Andreas Trebo die Ehre der Herren.

Ende November bekamen alle drei Edelmetall umgehängt. Linda Bronze, Pauline Silber und Markus Gold.

Die Schützenkompanie Onach gehört inzwischen längst zum feste Repertoire des Vereinswesens in der Gemeinde. Wenn es darum geht, Festen einen besonderen festlichen Akzent zu geben, sind die Schützen geschätzte Repräsentanten von Kultur und Brauchtum. Gewiß auch Ausdruck für ausgeprägtes Heimatbewußtsein.

In solcher Gesinnung waren wir auch Gäste beim Kirchtag in Montal. Die Wallfahrt nach Absam ist im Laufe der Jahre zur Tradition geworden. Vertreten waren wenige, diese aber in tiefer Überzeugung. Bei der Jungschützenwallfahrt nach Säben war Andreas T. dabei. Für unseren Kameraden Markus Nagler war am Ernte Dank Sonntag Premiere. Zum ersten Mal rückte er mit uns aus. Wir heißen ihn natürlich herzlich willkommen und hoffen, dass er sich in unseren Reihen wohl fühlt. Auch, dass er fortan als überzeugter Schütze mit uns im Gleichschritt geht.

Ein weiteres grenzüberschreitendes Treffen vieler Schützen gab es in Innsbruck beim gesamttiroler Freiheitskommers. Wie so oft stellten Linda und Leutnant Sepp den Mann.

Im Monat November gedenkt man hierzulande vielerorts noch einmal der Gefallenen.  Schloß Kreuz in Sand in Taufers und die Nass Wand in Toblach waren Etappen für unsere Abordnungen.

Schlusslicht in der langen Terminliste bildete im abgelaufenen Jahr die 30 Jahr Gedenkfeier von Sepp Kerschbaumer und dessen Mitstreitern am 8. Dezember.

Mit diesem absichtlich sehr gerafft gehaltenen Rückblick auf das Jahr 1994 wird uns vor Augen geführt, wie aktuell das Schützenwesen auch heute noch ist. Insgesamt 35 Mal standen Kameraden aus unseren Reihen bei sakralen oder profanen Veranstaltungen auf dem Tappet.

Mögen die Grundsätze eines Schützen in jedem von uns ein ungeschriebenes Gesetz bleiben. Dann können wir gemeinsam zuversichtlich ins neue Jahr blicken.

Schriftführerin

Monika Gatterer