Taetigkeitsbericht 1993

Wenn wir uns heute bereits zur sechsten Jahreshauptversammlung treffen, so mag uns vielleicht bewusst werden, wie rasch die Zeit verfliegt. Es ist aber auch ein Zeichen dafür, dass die Onacher Schützenkompanie inzwischen einen festen Platz im Räderwerk des gesellschaftlichen Lebens eingenommen hat. Hohe Wellen schlägt es bei Sturm. Darum kann das nicht unser Motto sein. Dem Leitspruch „auch der Tropfen höhlt den Stein“ hingegen wurden wir im abgelaufenen Jahr durchaus gerecht.

Kirchliche und gesellschaftliche Festlichkeiten waren für die Kompanie Meilensteine auch im Jahr 1993.

Eine Abordnung folgte der Einladung zur Sebastianprozession nach St. Lorenzen am 25. Januar.

Auf dem Programm der vorherigen Jahreshauptversammlung am 30. Januar standen neben den Ehrungen einiger verdienter Bürger, Neuwahlen. Die neue Führung dürfte sich inzwischen im Sattel wohl fühlen.

Wenn Angehörige und Freunde unserer Kameraden zu Grabe getragen werden, so drücken Schützen in Tracht gewiß die besondere Anteilnahme der gesamten Kompanie aus. Dies galt im vergangenen Jahr in besonderer Weise unserem Fähnrich Ulrich Winkler, sowie kürzlich dem Oswald, Hans und Toni.

Das ehrende Gedenken aller Gefallenen und Freiheitskämpfer bleibt wichtiger Grundsatz jedes Schützen. Dieser Verantwortung bewusst, nahm die Kompanie geschlossen an der Andreas Hofer Gedenkfeier teil.

Anfang des Jahres konnten wir mit der Übergabe der restaurierten Kirchenfahne vom Notburga Stöckl den so genannten Punkt auf das i setzen. Dazu wurde auch die Kirchentür vom Stöckl erneuert.

Am 14. März wurde in St. Lorenzen die Bezirksjahreshauptversammlung abgewickelt. Im Rahmen dessen fanden auch Neuwahlen auf dieser Ebene statt. Idealismus und Einsatzbereitschaft für die Belange des Schützenwesens von Sepp Trebo sind über die Grenzen hinweg geschätzt. Mit seiner Wahl zum Beirat in diesem Gremium wurde sein Engagement gewürdigt.

Zur 28. ordentlichen Bundesgeneralversammlung in Bozen am 28. März kamen Sepp Trebo und Linda, Hermann Liensberger und Hans Hofer.

Am 8. Mai vertrat uns Sepp Trebo nochmals bei der Beerdigung in Enneberg. Wesentlich geselliger, wohl auch dem Anlass entsprechend, ging es am 15. Mai zu. Unsere Marketenderin Monika und Oberleutnant Hanskarl Gatterer gaben sich das Jawort.

Die Schützenkompanie Kronmetz feierte tagsdarauf ihr 10jähriges Bestehen. Wieder einmal vertrat Sepp Trebo die Georg Leimegger Kompanie.

Dieselbe Aufgabe hatte er beim Hauptleutetreffen des Südtiroler Schützenbundes in Andrian am 5. Juni.

Mit der Fahnenweihe in Vintl und großem Schützenfest ging es für Hermann L. und Sepp T. weiter.

Seit Ende Juni (27.6.) beherbergt Schloß Prösels das erste Schützenmuseum. Linda und Sepp waren bei der Eröffnung dabei.

Im ganz großen Rahmen beging die Gemeinde St. Lorenzen am 11. Juli ein Doppeljubiläum. 100 Jahre Tourismusverein  und 25 Jahre Sportverein waren Grund genug. Beim großen Umzug durch das Marktl waren 25 Schützen und 2 Marketenderinnen neben der Bauernkapelle Onach Ausdruck für das rege Vereinsleben und bewusster Traditionspflege in der kleinen Fraktion. Onach genießt den Ruf, ein besonders prozessionsfreudiger Ort zu sein. Nicht die Routine, bestimmt aber die ernsthafte Einstellung Prozessionen gegenüber, garantieren, dass diese einen besonders feierlichen und würdigen Rahmen haben. Es darf uns freuen und zugleich Genugtuung sein, dass auch die Schützen dafür einen Beitrag leisten.

Die Kompanie Anton Steger aus Bruneck lud am 29. August zur traditionellen Bergmesse am Kronplatz. 9 Kameraden und 2 Marketenderinnen wagten sich auf die Höhe.

Zu den Bezirkschützenfesten in Villgraten am 22. August bzw. Schlanders am 29. August fuhr Sepp T. allein.

Unser Jungschütze Andreas und Sepp T. nahmen am 5. September auch am Jungschützentreffen in Brixen teil.

Der Südtiroler Schützenbund initiierte am 7. September eine Protestkundgebung zur Ortsnamengebung auf dem Walterplatz in Bozen. Linda und ihr Mann Sepp beteiligten sich.

Ihnen beiden galten unsere herzlichen Glück- und Segenswünsche am Festtag zur Silbernen Hochzeit, den sie am 11. September feierten.

Trochtelfingen (18. – 19. September) wird vielen lang in bester Erinnerung bleiben. Zusammen mit der Bauernkapelle war man nach Deutschland gefahren und erlebte dort Gastfreundschaft und Geselligkeit.

Am Bezirksschießen in Sexten am 26. September beteiligten sich Hermann, Sepp und Linda.

Letztere erlebten am 28. September einen ganz besonderen Referenten im Haus Sexten. Dr. Otto von Habsburg Lothringen, Sohn des letzten Kaisers von Österreich, hielt dort einen Vortrag.

Voll ins Schwarze trafen am 2. Oktober Bernadette, Hermann, Linda und Sepp. Dabei scheffelten sie alle vier sogar Edelmetall, Bronze nämlich. Herzlichen Glückwunsch.

Traditionsgemäß lädt Montal Anfang Oktober zum Patrozinium. Eine fünf Mann Abordnung war dort.

Hermann versuchte sich am selben Tag nochmals im Schießen.

Einmal jährlich pflegen die Schützen eine Wallfahrt nach Absam zu machen. Letztes Mal waren der Hauptmann, Hermann, Christoph, Sebastian Santi, Sebastian Rungger, zwei Marketenderinnen und Leutnant Sepp mit von der Partie.

Eine Woche später, am 17. Oktober feierte Mann im Dorf das Ernte Dank Fest. 24 Schützen in Tracht verliehen dem Fest einen besonders feierlichen Charakter.

Den November leitete traditionell das Totengedenken am Allerheiligentag ein. Eine Abordnung auf dem heimischen Friedhof sowie der Heldengedenkfeier auf dem Brunecker Soldatenfriedhof waren in Tracht präsent.

Auf Schloß Kreuz in Sand in Taufers gedachte man eine Woche später der Gefallenen. Zu acht war die Georg Leimegger Kompanie vertreten.

Hohen Besuch erwartete Onach am 5. Dezember. Bischof Wilhelm Egger erwies uns die Ehre und fühlte sich wohl in unseren Reihen. Eine Fahnenabordnung mit Ulrich, Hermann und Eduard Agreiter war an diesem Tag in Tracht.

Elf Schützen und eine Marketenderin fuhren am 8. Dezember nach St. Pauls zur Gedenkfeier der Südtiroler Freiheitskämpfer. Bemerkenswert ist, dass wir dort die stärkste Abordnung des gesamten Bezirks Pustertal stellten.

Im Rahmen einer schlichten Adventfeier fand am 11. Dezember in St. Lorenzen die Bezirksversammlung statt. Hanskarl und seine Frau, sowie Sepp Trebo fehlten nicht.

Auf dem Schützenball in Uttenheim am 16. Dezember hatten Linda und Sepp, Hermann, Bernadette und Christoph ihren letzten geselligen Auftritt im Jahr 1993. In dessen Verlauf wurde auch die Preisverteilung vom Bezirkschießen in Sexten durchgeführt.

Im Rückblick auf ein abgelaufenes Jahr wird deutlich, wie viele Veranstaltungen im Laufe der Zeit anfallen. Mögen kulturelle Veranstaltungen und insbesondere die Gestaltung der kirchlichen Festtage auch weiterhin ein ungeschriebenes Gesetz für jeden von uns sein. Das ist gewiß auch im Sinne der gesamten Dorfgemeinschaft.

Schriftführerin

Monika Gatterer