Taetigkeitsbericht 1992

In das Jahr 1992 waren wir gestartet mit dem Wunsch und Vorsatz unseren Aufgaben und Verpflichtung gerecht zu werden und zur kulturellen Bereicherung des Dorfes beizutragen.

Da standen dann auch die zahlreichen kirchlichen Festlichkeiten als ungeschrieben Pflicht und Selbstverständlichkeit auf dem Programm. Die zahlreichen zusätzlichen Ausrückungen in den unterschiedlichsten Gelegenheiten zeigten stets dass die Euphorie der Onacher Schützen noch keineswegs verflogen ist.

Mit 13 Schützen und einer Marketenderin bildete die Kompanie bei der Sebastian Prozession in St. Lorenzen am 26. Januar den bereits zur Tradition gewordenen Bestandteil. Zudem machte es wiederum das Bewusstsein der Zusammengehörigkeit der einzelnen Kompanien deutlich.

Vollzählig zusammengetroffen sind wir am 22 Februar zur Jahreshauptversammlung. Tags darauf gedachte seiheitshelden Andreas Hofer. Unserer Einladung zur Feier waren damals 6 Mann der Bürgerwehr Trochtelfingen gefolgt. Insgesamt 26 Mann in Tracht verliehen der Heldengedenkfeier einen würdigen Rahmen.

Elisabeth, Sepp und Andreas Trebo beteiligten sich an der Heldengedenkfeier in Meran am selben Tag.

Am 16. März fand die Bezirksjahreshauptversammlung in St. Lorenzen statt. Als Vertreter der Onacher Schützen waren Hanskarl und Hermann anwesend.

Zu zehnt fuhr man zwei Wochen später nach Meran zur außerordentlichen Bundesgeneralversammlung.

Die Pflege der freundschaftlichen Beziehungen, verbunden mit der Freude am sportlichen Schießen waren die Beweggründe für das Treffen der beiden Schützenkompanien (Michelsburger und Onacher Schützen) am 16. Mai am Schießstand von St. Lorenzen.

Nach dem Motto „Dabei sein ist alles“ folgten nicht nur erfahrene Schützen, sondern auch zahlreiche Neulinge dieser Sportart, der Einladung. Mit der fachkundigen Anleitung durch den Oberschützenmeister Walter Thomaser und Schützenmeister Erich Lahner, sowie gemütlicher Atmosphäre, waren die Voraussetzungen für einen gelungenen Schießabend gegeben. Der Mannschaftssieg dieses ersten Freundschaftsschießens dieser beiden Kompanien ging mit 7 Ringen Vorsprung an die Gastgeber von St. Lorenzen.

Die Einzelwertung behauptete Hermann Liensberger aus der Georg Leimegger Kompanie mit 195 Ringen klar.   Unsere Mannschaft hinterließ dabei einen sehr guten Eindruck.

Besuch aus Trochtelfingen bekamen wir neuerlich am 2. Mai. Linda Trebo und Ulrich Winkler bereiteten ihnen einen herzlichen Empfang.

Zwei Termine überschnitten sich am 17. Mai. Erstens die Bundesgeneralversammlung in Terlan, zweitens der von den Brunecker Kameraden veranstaltete Schützenkirchtag in Bruneck. Der Hauptmann sowie Bernd Winkler vertraten uns in Terlan, sechs weitere in Bruneck.

Am letzten Mai stand das Bezirksschützenfest mit Fahnenweihe im Unterland auf dem Programm. Drei Schützen und zwei Marketenderinnen folgten der Einladung. Beinahe jedes Wochenende waren im Juni mehr oder weniger Mann und Frau unterwegs. Zu 17 fuhr man zum Schützenfest nach Olang.

Ein Ereignis besonderer Art gab es am 20. Juni in unserer Gemeinde, nämlich die Primiz des H. Feichter. Fast 20 Kameraden in Tracht erwiesen ihm die Ehre.

Am 18. Juni war die erste Auslandsreise des vergangenen Jahres mit fünf Schützen und zwei Marketenderinnen angesagt. Trochtelfingen hatte zur Fronleichnam Prozession geladen. Sehr ernst nehmen die Onacher Schützen die Fronleichnam Prozession im Dorf. Kein einziger fehlte. Eine Woche später nahmen wir die Herz- Jesu Prozession genauso ernst und zeigten Geschlossenheit.

Weiter ging’s mit einem geselligen Beisammensein beim Schützenfest in Gais anlässlich des zehnjährigen Bestehens. 6 aus unseren Reihen ließen sich die Gaudi nicht nehmen. Zur zweiten Primiz in St. Lorenzen luden am 11. Juli die St. Lorenzner Schützen. Am Vortag beteiligten sich 6 Onacher Schützen beim Fackelzug.

Tags darauf bei der Primiz und dem Aufmarsch waren dann doppelt so viele in Tracht.

Ein besonderes und nicht alljährliches Fest feierte letztes Jahr die Bauernkapelle Onach. Die Bauernkapelle feierte ihr achtzigjähriges Bestehen. Zu diesem Anlass gab es unter anderem auch eine würdige Prozession. Die vielen gemeinsamen Auftritte der Bauernkapelle und der Schützenkompanie darf ich bei dieser Gelegenheit betonen und positiv hervorheben.

Sehr aktiv blieben die Schützen auch im August. Gleich in den ersten Tagen fuhren einige von uns nach Pfunders zum Schützenfest. Mitte August empfanden es nochmals 24 Kameraden als Pflicht und Ehre, an der Maria Himmelfahrt Prozession im Dorf teilzunehmen. In jenen Tagen erreichte uns auch die Nachricht vom tragischen Tod von Uschi Leitner, Tochter des Landeskommandanten. An deren Beerdigung in Vahrn nahmen sechs Schützen teil.

Eine Abordnung in Tracht war bei der Einweihung des Forstweges von Onach zur Lerchner Alm bzw. Astner Alm anwesend. Ein besonders hoher Gast erwies uns damals ja die Ehre, nämlich der Landeshauptmann persönlich.

Auch im vergangenen Jahr lud die Schützenkompanie Bruneck zur Messe auf den Kronplatz. Zehn Schütze folgten dieser Einladung.

Zum zweiten Mal ins Ausland, diesmal aber für viel mehr, nämlich 28 Personen, ging’s am 6. September. Alpenregionsfest in Gmünd war angesagt. Bei dieser nicht unbedeutenden Veranstaltung stellten wir, sage und schreibe, die stärkste Kompanie des gesamten Pustertales.

Eine Großveranstaltung ähnlicher Art lief am 13. September in Lienz. 750 Jahre Lienz war Grund genug ein Riesenspektakel zu veranstalten, mit Musik und Folklore.
Unter die mehr als 5000 Schützen mischten sich auch Sepp Trebo, Ulrich Winkler und der Hauptmann.

Besinnlicher ging’s dann weiter am 20. September, als im Klosterwald der Gefallenen aller Kriege gedacht wurde. Klosterwald gehört zu den Fixpunkten auf unserem Kalender und so war es auch 1992 nicht anders. Insgesamt 27 erschienen in Tracht.

Am selben Tag feierte man in Hörschwang Erdäpfelkirchtag. Eine solch wichtige Festlichkeit will sich natürlich niemand entgehen lassen und so ist es nicht wunderlich, dass am Nachmittag alle dorthin aufgestiegen bzw. aufgefahren sind.

An der Schützenwallfahrt nach Absam nahmen im vergangenen Jahr nur Linda und Sepp Trebo teil, und zwar am 11. Oktober. Eine besondere Aufgabe übernahmen fünf Schützen und zwei Marketenderinnen bei der Ausstellung in Neustift. Der geleistete Ordnungsdienst mag vielleicht langweilig, so doch bestimmt interessant und lehrreich gewesen sein.

Zur letzten Prozession im Kalenderjahr 1992, nämlich der Erntedankprozession, machten die Schützen noch mal Ernst. 28 Schützen, darunter natürlich auch Damen verliehen zusammen mit den anderen Trachtenträgern der Prozession einen besonders feierlichen Rahmen.

Anfang November gestaltete man im Friedhof eine schlichte Heldengedenkfeier. Zugleich in größerem Rahmen auf dem Soldatenfriedhof in Bruneck. Auch dort waren einige aus unseren Reihen zugegen.

Für den 8. November erreichte uns erneut eine Einladung zur Heldengedenkfeier, diesmal nach Sand in Taufers auf Schloß Kreuz. Vier folgten der Einladung.
Abschluss der Tätigkeiten vergangenen Jahres bildete der Schützenball in Olang. Sieben Onacher Schützen und eine Marketenderin waren zu Gast.
Nicht zu vergessen ist schließlich der gelungene Abschluss der Renovierungsarbeiten am Wegkreuz beim Krämer.

Wenn wir auf die zahlreichen Aktivitäten insbesondere Ausrückungen zu kirchlichen und weltlichen Feierlichkeiten zurückblicken, können wir mit Genugtuung feststellen, dass das vergangene Jahr für uns ein erfolgreiches war.

Voraussetzung und zugleich Garant für den Weiterbestand und sogenannten Erfolg einer Schützenkompanie bleibt der Zusammenhalt innerhalb der Kompanie, das hat die Vergangenheit gelehrt. Lasst uns darum mit der ursprünglichen Überzeugung ins nächste Jahr starten, nämlich der Überzeugung, dass die Schützen einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag in der Dorfgemeinschaft und über Grenzen hinweg leisten.

Schriftführerin

Monika Gatterer