Taetigkeitsbericht 1991

Den ersten Auftritt im Jahr 1991 hatten die Schützen am 20. Januar anlässlich der Sebastian Prozession in St. Lorenzen. Zu vierzehnt war man in Tracht dabei.

Anfang Februar erreichte uns die Nachricht vom tragischen Tod des Leutnants Alois Plaickner. Eine Abordnung aus unserer Kompanie erwies ihm die letzte Ehre bei dessen Beerdigung am 5. Februar.

Nach einer würdigen Gedenkfeier am 17. Februar, dem Andreas Hofer Tag, hielten wir die jährliche Jahreshauptversammlung ab. Am Vortag hatte Sepp Trebo als Gast an der Hauptversammlung der Michelsburger Schützen teilgenommen.

Anfang März wurde ein zweiter Kamerad, nämlich Gerhard Niederstätter zu Grabe getragen. Der Hauptmann, Alfred Leimegger, Josef Ortner und Sebastian Rungger gaben dem Leutnant und Schriftführer der Schützenkompanie Peter Mayr in Brixen letztes Geleit.

An der Jahreshauptversammlung des Bezirks Pustertal zeigten fünf Vertreter aus unseren Reihen und Elisabeth Trebo Interesse.

Mitte März machten leider nur vier Schützen ihr Versprechen wahr und halfen mit, den Prozessionsweg in Onach instand zu halten. Ein anstrengendes Wochenende gab es für Hermann, Walter, Markus und Sepp Trebo am 9.u. 10. Mai beim Messdi in Kehl. Eingeladen hatte der Andreas Hofer Bund Ortsgruppe Kehl. Dazu muß gesagt werden, dass die vier Schützen nicht zum feiern dort war. Sie wurden nämlich zum Mithelfen am Stand des Andreas Hofer Bunde eingeladen.

Am 12. Mai lud die Brunecker Schützenkompanie zum Frühlingsfest. 8 Onacher Schützen sowie 2 Marketenderinnen folgten der Einladung.

Volkstumspolitisch aktiv wurden 20 Schützen und 3 Marketenderinnen aus unseren Reihen als sie sich dem Protestzug gegen das Siegesdenkmal in Bozen anschlossen. Sie hatten dort wahrlich keinen leichten Stand. Die Veranstaltung fand am 20. Mai statt.

Wesentlich einfacher hatten es die drei Mann – bzw. Frau Abordnung beim Bezirksschützenfest in Bozen sechs Tage später.

Ende Mai schließlich genossen Sepp, Linda, Markus und Helmut Trebo, Elisabeth Santi, Alfred Leimegger und Ulrich die Gastfreundschaft in Trochtelfingen. Sie waren der Einladung der Bürgerwehr Trochtelfingen zum Fronleichnamfest gefolgt. Bei diesem Besuch wurde ein heimlicher Wunsch des Hauptmanns wahr. Die Bürgerwehr Trochtelfingen überreichte ihm nämlich einen neuen Prangerstutzen. Den ersten Schuß damit abzufeuern war  natürlich ein besonderes Erlebnis.

Am 2. Juni nahm die Kompanie geschlossen an der Fronleichnamprozession in Onach teil.

Der vergangene Herz- Jesu Sonntag fiel auf den 9. Juni. Traditionell gehört er zu den wichtigsten Ausrückungen einer Schützenkompanie. Zusammen mit den anderen örtlichen Vereinen verliehen die Schützen in ihrer farbenprächtigen Tracht der Prozession einen festlichen Rahmen.

Den nächsten wichtigen Termin stellte das Bezirksschützenfest in Sand in Taufers dar. Die Anwesenheit namhafter Persönlichkeiten verlieh dem Fest eine besondere Note und Bedeutung. 28 aktive Schützen waren dort anwesend.

Am selben 21. Juli konnte P. Friedrich bei passendem Anlass, nämlich der Bachsegnung, den Johannes von Nepomuk Bildstock segnen.

Mit dieser Initiative hat die Schützenkompanie neuerlich ein Zeichen ihrer Kulturverbundenheit gesetzt, hatte doch bis in die 20er Jahre wahrscheinlich an derselben Stelle dort schon eine Holzsäule gestanden, welche diese Nepomuk Statue beherbergte. In Eigeninitiative war der entsprechende Plan entworfen und die Arbeit mustergültig ausgeführt worden. Seither lädt das gefällige Stöckl viele Vorbeiziehende zum Verweilen ein.

Am 26. Juli geleiteten der Hauptmann, Ulrich und Markus nochmals einen Kameraden zu Grabe. Diesmal den Olanger Ehrenhauptmann Georg Pineider.

Es folgte der Kirchtag in Onach am 28. Juli. 28 Mann bzw. Frau in Tracht gingen bei der Prozession mit. Auf Initiative des Hauptmanns wurden im Juli die Ministrantenfahnen sowie der Baldachin vom Hauptaltar fachgerecht restauriert. Außerdem schmückt seither eine Tiroler Fahne bei festlichen Anlässen das Dorfbild.

Eine ganz besondere Ehre wurde unserer Kompanie am 11. August zuteil. Anlässlich de Feierlichkeiten zum 20jährigen Bestehen der Schützenkompanie Vintl waren wir als Ehrenkompanie geladen. Mit 25 Mann und 3 Marketenderinnen machten wir durchwegs eine gute Figur.

Das Fest Maria Himmelfahrt war der nächste Anlass zum Ausrücken.

Die Schützenkompanie Anton Steger Bruneck gestaltete am 1. September die Bergmesse am Kronplatz. 8 von uns wagten sich auf die 2275 Meter hinauf.

Dem Aufruf zur Kundgebung am Brenner am 15. September folgten nur der Hauptmann und Jungschütze Andreas. Es ist vor allem der Verdienst unserer Schützenkompanie, dass am selben Tag, die von Grund auf restaurierte Notburgakapelle eingeweiht werden konnte. Mit einem festlichen Dankgottesdienst, zelebriert von P. Ellemunter und P. Friedrich, feierte man auch den gelungenen Abschluss der Arbeiten.

Viel Lob gab es für unsere Kompanie, die in vielen freiwilligen Arbeitsstunden und mit beachtlichen Geldmitteln im Einklang mit der Landesdenkmalpflege das Kirchlein fachkundig restauriert hatte. Mit dieser Aktion hat die Georg Leimegger Kompanie zweifellos einen weiteren weithin sichtbaren Markstein gesetzt.

Ein Autobus, vollbesetzt mit 51 Leuten startete am 13. Oktober Richtung Absam. Es wurde eine Wallfahrt zur Zufriedenheit aller Beteiligten.

Am 27. Oktober begingen wir im Dorf mit einem Dankesgottesdienst und anschließender Prozession das Erntedankfest.

Am 1. November überschnitten sich noch mal zwei Termine. Während 7 von uns an der Heldengedenkfeier in Bruneck teilnahmen, blieb der Rest im Dorf, wo man ebenfalls in einer schlichten Feier der verstorbenen Helden gedachte.

Nicht schlicht genug, wie sich bald danach herausstellten sollte.

Am 3. November vertraten Hanskarl und Hermann die Kompanie bei der Heldengedenkfeier in Sand in Taufers, sowie Sepp Trebo bei derselben an der Naßwand.

Am 8. November saßen wir noch mal bei einer außerordentlichen Vollversammlung beisammen.

Die Peter Sigmair Kompanie lud am 23. November zum Schützenball. Auch dort war eine 5 Mann Abordnung vertreten. Ende November luden wir selber dann zum Törggelen ein. Im Kreise vieler Freunde wurde es ein gemütlicher Abend. Den Abschluss im reichhaltigen Programm des Vorjahres bildete wiederum die Fahrt nach St. Pauls zur Gedenkfeier von Sepp Kerschbaumer und seiner Mitstreiter.

Der Vollständigkeit halber bleibt noch zu erwähnen, dass es uns im vergangenen Jahr noch gelungen ist, das Friedhofskreuz zu erneuern, die Gedenktafel an Georg Leimegger, die Anschlagtafel zu errichten. Nicht zuletzt die schöne Statue des Auferstandenen für die Kirche.

Die zahlreichen Ausrückungen im In- und Ausland, sowie sonstige rege Tätigkeit unserer Schützenkompanie beweisen, dass von der gefährlichen Müdigkeit nach den ersten Bestandjahren noch nichts zu spüren ist. Das vergangene Jahr war mit all seinen Höhen und Tiefen für alle eine Herausforderung. Harte Bewährungsprobe wird es für uns auch in Zukunft geben. Nach dem Motto „wer rastet der rostet“ sollte die Kompanie weiter machen, denn damit sind wir bisher gut gefahren.

Schriftführerin

Monika Gatterer