Taetigkeitsbericht 1990

Obwohl die Georg Leimegger Schützenkompanie mit ihren zwei Lebensjahren eigentlich noch in den Kinderschuhen steckt, hat sich die Kompanie beispielhaft und überaus aktiv im gesellschaftlichen und kirchlichen Bereich eingebracht.

Geselligkeit liegt den Onachern im Blut. So war es nicht verwunderlich, dass unsere Kompanie beim Schützenball in St. Andrä mit 21 Mann die stärkste Gruppe stellte. Ähnlich hervorragend war ihr Auftritt beim Schützenball des Bezirkes Brixen in Mühlbach. Am 21. Januar nahmen 20 Kameraden und 4 Marketenderinnen an der Sebastiansprozession in St. Lorenzen teil. Der Andreas Hofer Tag im Februar ist fast so etwas wie der Kirchtag der Schützen. Vollzählig und gebührend feierlich beging man die Gedenkfeiern und lud anschließend zur Jahreshauptversammlung.

Zur Bezirksversammlung in St. Lorenzen sowie zur Bundesgeneralversammlung in Bozen entsandte man ebenso eine Abordnung.

Im April liefen die Vorbereitungen für das Gründungsfest voll an. Nicht nur das Organisationskomitee hatte alle Hände voll zu tun. Nachdem bei der außerordentlichen Vollversammlung am 21. April die Aufgaben verteilt worden waren, hieß es auch für alle anderen: Ärmel hochkrempeln!

Eine Woche später beteiligten sich einige Onacher am Exerzierkurs in Hall in Tirol.

Mit Böllerschüssen unterstrichen unsere Sprengmeister den Kirchtag im Dorf.

Am 25. Mai begaben sich Sepp Trebo, Hermann Liensberger und Markus Trebo auf den Weg nach Deutschland, zum Messdi nach Kehl.

Am 27. Mai wurde in Pergine eine neue Kompanie gegründet. 11 aus unseren Reihen bekundeten durch ihre Anwesenheit Solidarität.

Pfingsten 1990 stand natürlich ganz im Zeichen der Gründungsfeier. Bereits am Samstagabend erfolgte der Auftakt mit einem beeindruckenden Fackelumzug und anschließender Heldengedenkfeier unter Mitwirkung der Bauernkapelle.

Anhaltender Regen konnte die Beteiligten nicht aus der Ruhe bringen. Am frühen Morgen des Pfingstsonntags kündigten Böllerschüsse die große Feier an.

An die 1000 Schützen aus nah und fern waren der Einladung gefolgt. Daneben noch eine große Anzahl an Ehrengästen.

Nach dem Empfang der Bundesfahne und der Frontabschreitung erfolgte der Einzug zur Feldmesse. Der schier endlose Zug mit seiner Farbenpracht durch Trachten und Fahnen war für alle, Zuschauer und Beteiligte, ein großartiges Erlebnis.

Während des Gottesdienstes erfolgte die Weihe der neuen Schützenfahne und die Angelobung der Onacher Schützen. Die Fahnenpatin Erika Ebner heftete den anwesenden Fähnrichen eine Erinnerungsschleife an die Fahnenstange.

Nach dem feierlichen Gottesdienst folgten Begrüßungsreden und Festansprachen von Seiten der Ehrengäste.

Nach einer feierlichen Kranzniederlegung und dem Abspielen der Landeshymne durch drei Musikkapellen erfolgte der Festumzug.

Der Nachmittag war geprägt von Musik und heiterem Treiben im ganzen Dorf. Nicht zuletzt trug auch der Hl. Petrus zum Gelingen dieses Gründungsfestes bei. Hatte es am Abend zuvor noch düster ausgesehen, freuten wir uns am Sonntag über herrliches Sonnenwetter. Rechtzeitig zum Pfingstfest wurde auf Initiative der Kompanie das Wegkreuz auf Plun erneuert.

Am 17. Juni konnte ein weiteres großes Anliegen der Schützen verwirklicht werden. Um Fronleichnam konnte P. Friedrich die neu hergerichtete alte Mädchenfahne segnen. Seither ist sie wieder das Schmuckstück bei allen Prozessionen und wird von den Schützen getragen. An dieser Stelle gebührt unseren Sammlern: Elfriede Priller, Karin Ortner, Brigitte Gatterer und Bernadette Liensberger größtes Lob, weil sie bei ihrer Aktion so großen Erfolg hatten. Die Großzügigkeit der Onacher Bevölkerung beweißt, dass ihnen an der Fahne sehr viel liegt.

Der heurige Herz- Jesu Sonntag fiel auf den 24. Juni. 28 Mann waren in Tracht.

Einige Schützen hatten beim Onacher Kreuz auf der Alm einen riesigen Holzhaufen zusammengetragen. Mit einiger Mühe vermochten wir ihn abends dann auch anzuzünden, zumal es untertags noch geregnet hatte. Eine zahlreiche Schar fand sich dann ein und genoss den weiten Ausblick auf die zahlreichen Herz- Jesu Feuer im ganzen Umkreis.

Am Eröffnungsakt und Zapfenstreich des Alpenregionstreffens in Bruneck nahm auch eine Abordnung von Onach teil. Trotz anfänglichem starken Regen fand am 1. Juli das eigentliche Alpenregionstreffen statt. Nach einem nassen Umzug durch die Stadt bis nach Stegen trocknete die Sonne am Nachmittag durchnässte Schützen und Zuschauer.

Am 4. Juli beging man den 75. Todestag von Sepp Innerkofler, an deren Feierlichkeiten Sepp Trebo, Hanskarl und Alfred teilnahmen. Zur am 13. Juli einberufenen zweiten Vollversammlung erschienen alle.

Am 15. Juli scheuten fünf Onacher Schützen nicht die weite Fahrt nach Ulten zum Schützenfest. Den zweiten Kirchtag im Dorf, am 21. Juli, beging man ebenfalls mit einer festlichen Prozession, bei welcher die stolze Zahl von 35 Mann in Tracht mitmarschierten. Der Einladung der Schützenkompanie Anton Steger Bruneck zur Messfeier am Kronplatz folgte am Sonntag dem 2. September eine Abordnung der Kompanie.

Nur Elisabeth Trebo vertrat am selben Tag die Marketenderinnen der Georg Leimegger Kompanie bei der Marketenderinnenlehrfahrt ins Passeiertal.

Weiter ging es am 9. September mit dem Schützenfest in Tramin. Fünf Mann und zwei Marketenderinnen folgten der Einladung.

Den nächsten wichtigen Ausrücktermin bildete der traditionelle Aufmarsch zum Klosterwald in St. Lorenzen am 18. September. Lobenswert ist die vollzählige Teilnahme daran. Zur Heldengedenkfeier in Bruneck erschien ebenfalls eine Abordnung.

Am 29. September fand die Bezirksversammlung der Marketenderinnenbetreuerinnen vom Pustertal statt, an welcher der Hauptmann, der Oberleutnant und Elisabeth Trebo teilnahmen. Elisabeth Trebo wurde dabei zur neuen Bezirksmarketenderinnenbetreuerin gewählt.

Im Oktober waren die Onacher Schützen ebenfalls unterwegs. Erstens am 7. Oktober bei der Prozession in Montal und zwar mit 15 Mann. Zweitens fuhr am 13. d. M. der Hauptmann zur Vollversammlung des Andreas Hofer Bundes nach Lengries in Bayern.

Weiters beteiligten sich am 14. Oktober insgesamt 21 Schützen an der Wallfahrt nach Absam. Die Truppe fuhr gemeinsam mit einem Bus dorthin. Schließlich noch das Ernte Dank Fest am 21. d. M. mit der festlichen Prozession.

Um Allerheiligen standen gleich zwei Termine auf dem Programm und so musste sich die Gruppe teilen; jeweils sechs Schützen und zwei Marketenderinnen befanden sich bei der Heldengedenkfeier in Bruneck, bzw. den Feierlichkeiten im Dorf, in Tracht.

Eine vier Mann Abordnung vertrat die Georg Leimegger Kompanie am 24. November bei der Beerdigung von Hans Peter Niedermeier in Vintl.

Den Abschluss der diesjährigen Tätigkeit bildete die Gedenkfeier für die Freiheitskämpfer der 60er Jahre in St. Pauls am 8. Dezember.

Im Verlauf des Jahres wurden auch die Arbeiten an der Notburgakapelle weitergeführt und die Restauration kann sicherlich im laufenden Jahr abgeschlossen werden.

Das vergangene Jahr war zweifellos für alle eine Herausforderung. Idealismus und Einsatzbereitschaft machten es möglich, dass wir heut auf eine sehr rege Tätigkeit zurückblicken können und das zweite Bestandsjahr der Georg Leimegger Kompanie ein voller Erfolg wurde.

Schriftführerin

Monika Gatterer